Die Ortner Reinraumtechnik GmbH entwickelt und fertigt Anlagen und Technologien für Branchen, deren tägliche Arbeit eine keimreduzierte Umgebung erfordert. Als Systemanbieter für Schleusen, Isolatoren, Reinluftanlagen und Dekontaminationsprozesse werden seit 30 Jahren Know-how und Erfahrung gebündelt. Als europäischer Innovationsführer im Bereich der Reinraumtechnik hat sich das österreichische Familienunternehmen am internationalen Markt mit zukunftsweisender Technik und zuverlässigem Service etabliert.

Das Ergebnis: Schnelle, sichere und zuverlässige Prozesse, um Menschen, Produkte, Tiere, Forschungsarbeit und die Umgebung vor Kontaminationsquellen und Partikeln zu schützen.

Reinraumtechnik in der Lebensmittelindustrie

In der Reinraumtechnik unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem Personenschutz und dem Produktschutz. Dabei spielt die saubere Luft, aber vor allem die Luftströmung eine wesentliche Rolle. Luft auf einen definierten Zustand (wie z.B. Temperatur, Feuchte, Reinheit) aufzubereiten ist nicht nur teuer, sondern auch komplex. Luft zu transportieren ist energieaufwendig und Luft im freien Raum gezielt zu bewegen eine große Herausforderung. Die größten Probleme in Reinräumen sind die Produktionsanlagen, Fertigungsprozesse und die arbeitenden Personen. Das Verhalten der Personen ist von Situation zu Situation und von Mensch zu Mensch unterschiedlich und schwer kontrollierbar.

Gute Reinraumkonzepte legen speziell auf dieses Faktum großes Augenmerk. Technik und intelligente Lösungen können den Einfluss des Menschen minimieren. In der Lebensmittelbranche ist die Reinraumtechnik zwar schon weit verbreitet, wird aber vielfach unter ganz falschen Bewertungen betrachtet. Reinräume in der Lebensmittelindustrie unterscheiden sich grundlegend von den klassischen Reinräumen der anderen Branchen. Klassische Reinluftsysteme und das Vorhaben, Produktionsräume als Ganzes zu Reinräumen zu machen sind meistens fehl am Platz. Vielmehr gilt es die Reinheit dort zu schaffen wo sie gebraucht wird.

Strömungstechnik

Luftbewegungen und Strömungen werden in die „TAV-Turbulenzarme Verdrängungsströmung“ (laminare Strömung) und in eine „turbulente Strömung“ unterteilt. Des Weiteren wird zwischen einer „Verdrängungsströmung- auch Kolbenströmung“ (Luft wird durch einen Raum durchgedrückt) und einer „Verdünnungsströmung“ (Raumluft wird durchgemischt und gereinigt) unterschieden.
In der Lebensmittelbranche haben sich turbulente Strömungen und Lüftungssysteme mit Drallauslässen für Reinraumlösungen nicht bewährt und sind in manchen Fällen auch kontraproduktiv. An Oberflächen abgelagerte Keime, Sporen und Organismen werden aufgewirbelt und können das Produkt gefährden. Ruhige, turbulenzarme Strömungen als Verdrängungsströmung bewirken die besten Ergebnisse.

Verdrängungsströmung von Laminarflow-Anlagen

Verdrängungsströmung von Laminarflow-Anlagen

Aufbau eines Filter Fan Unit mit Verteilmodul

Aufbau eines Filter Fan Unit mit Verteilmodul

Laminar Flow Systeme

Anlagen die die Luft im Raum ansaugen, die Luft filtern und aufbereiten und diese dann gezielt über den zu schützenden Bereich wieder einblasen, sind nicht nur kostengünstige und flexible Lösungen, sie bieten auch die Möglichkeit großflächig große Luftmassen ruhig und laminar zu bewegen. Dadurch wird primär das offene Produkt geschützt und gleichzeitig auch der Raum mitbehandelt - die Raumluft wird mitgereinigt. Laminar Flow Anlagen gibt es in verschiedenen Ausführungsvarianten. FFU - Filter Fan Unit sind kleinere, modulare Laminar Flow Anlagen, die sich durch die kleine Bauart, die hohe Flexibilität und die geringen Kosten für Reinraum - Insellösungen aber vor allem für den Aufbau auf Maschinen gut bewährt haben.

Minienvironment

Als Minienvironment können geschlossene oder teilgeschlossene Reinraumzonen wie z.B. Maschineneinhausungen, Transportsystemtunnel, Schutzeinhausungen usw. bezeichnet werden. Diese Art Reinraumlösungen zu kreieren, hat sich quer durch alle Branchen bestens bewährt. Minienvironment bieten ein Maximum an Sicherheit und sind speziell für Bereiche empfehlenswert, wo Produkte durch Risikozonen geführt werden müssen oder wo Maschinen in einem unreinen Bereich stehen.

Prinzipskizze einer Minienvironment Lösung

Prinzipskizze einer Minienvironment Lösung

Photodynamische Desinfektion - mikrobiologische inaktivierung von Keimen

Wir bei Ortner verstehten den gesamten Lebensmittel-Verarbeitungsprozess unter reinen Bedingungen und dessen Umfeld als komplexe Ökosysteme. Entscheidend dabei ist, dass eine Differenzierung in nützlichen und sogenannten „Problem-Keimen“ erfolgen kann. Nützliche Mikroorganismen müssen nicht zwangsläufig eliminiert werden, um eine reine Produktionsumgebung für Nahrungsmittel schaffen zu können. Im Gegenteil: Vor allem um die Bildung von Antiresistenzen zu unterbinden,

müssen die Mechanismen der nützlichen Mikroorganismen nutzbar gemacht werden. Genau dieses Prinzip verfolgt die neue PDc Technologie zur Desinfektion von komplexen Oberflächen. Die PDcT ist für den Menschen ungefährlich einsetzbar. Damit ist es erstmals möglich, Menschen in ihrem Arbeitsumfeld zu dekontaminieren und damit die Übertragung von Keimen durch den Menschen zu minimieren.

Reinraumtechnik kann nicht reinigen, sondern nur schützen

Reinräume und die dafür notwendigen technische Anlagen in der Lebensmittelbranche sind anders zu bewerten wie die klassische Reinraumtechnik anderer Branchen. Reinraumkonzepte in der Lebensmittelindustrie sollten eine vernetzte Betrachtung beinhalten und alle Einflussfaktoren wie z.B. Produkt, Materialfluss, Personenfluss, Personen und deren Kleidung, Verhalten,

Raumkonditionen, Reinigung, Produktionsanlagen, Prozesse etc. berücksichtigen. Nur ganzheitliche Konzepte führen zum Erfolg. Die Reinraumtechnik in der Lebensmittelbranche ist eine treibende Kraft geworden und bringt bei guter Planung überzeugende wirtschaftliche und qualitative Vorteile. Ein gewissenhaftes vorgehen und die Zusammenarbeit aller Entscheidungsträger ist dafür notwendig.

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